Priests

Doppelshow mit Soccer Mommy

Support: Kiran Leonard

 

am 24. Mai 2019 beim 11. Queer Festival Heidelberg.

Auch in ihrem achten Bandjahr bleiben Priests – Daniele Daniele, Katie Alice und G. L. Jaguar – eine hochkreative Anomalie der modernen Musik. Eine Band mit eigenem Label (Sister Polygon Records), das die Musikwelt mit frühen Veröffentlichungen von Downtown Boys, Snail Mail, Sneaks und Gauche aufrüttelt. Der lebende Beweis dafür, dass es auch heute noch möglich ist nach eigenen Regeln Musik zu machen und die eigene Welt im Kollektiv zu gestalten. Geboren aus dem Punk, spielen Priests Rock’n’Roll, der intellektuelle Schärfe mit den aufregenden Wohlfühlregionen des Pop verbindet. Im April erscheint ihr zweites Album „The Seduction of Kansas“. Mit Multiinstrumentalist Janel Leppin und Produzent John Congleton (Angel Olsen, St. Vincent) haben sich Priests dafür zwei starke Unterstützer geholt. Dritte im Bunde ist Bassistin Alexandra Tyson, die auch auf der anstehenden Welttournee mit an Bord ist.

Die ideologische Ausrichtung der Einwohner von Kansas sagt häufig voraus, in welche Richtung sich die USA politisch bewegen. Der Bundesstaat hat darum einen wirkmächtigen Platz im nationalen Bewusstsein eingenommen. Das Wort „seduction“, die Verführung , wiederum evozierte lange Genuss oder Sex – inzwischen hat sich die Assoziation verschoben hin zu Propaganda, Manipulationstaktik, einer List der Überzeugungspolitik. „Es liegt etwas unheimliches in der Verführung eines ganzen Bundesstaates,“ sagt Drummer Daniele Daniele. Es stellt sich immer die Frage nach der Absicht dahinter. Der Albumtitel ist somit ebenso wandelbar wie Priests selbst. Eine fragende Erforschung von Realitäten und Mythen der USA im Jahr 2019. Sehr passend, dass die erste Single „The Seduction of Kansas“ der bisher reinste Popsong der Band ist. Dunkel und glitzernd und dennoch irgendwie auch fantastisch gebrochen, gleichzeitig dekadent und unbehaglich. Der Song macht, was Priests am besten können, er regt zum Nachdenken an und rüttelt auf mit Komplexität.

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Einlass 20.00 Uhr
AK 22 €, VVK 20,80 €

Karlstorbahnhof Heidelberg, Saal