CULT BABY

Kapitel I monster prayers

Eine Arbeit der bösen blumen, Kollektiv für künstlerische Forschung und widerspenstige Praxis

So 24.05.26 / 20:30

Einlass 19:00 Ausstellung

Beginn 20:30 Performance

Karlstorbahnhof, KLUB (Südstadt)

Empfohlen ab 18

Content Note: Die Performance arbeitet mit expliziten, teilweise sexualisierten Körperdarstellungen und verwendet religiöse Symbolik. Es wird intensiv mit grellem Licht und hoher Lautstärke gearbeitet.

Gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg im Rahmen des Förderprogramms POPLÄND: Perspektive 2.0 und das Kulturamt der Stadt Mannheim

Foto: Leif Ingold, Chain Mail Design Johanna Mölle

Vorverkauf: 17 Euro incl. Gebühren

Solitickets: 12 Euro an der Abendkasse für Personen die den vollen Eintrittspreis nicht bezahlen können.

Von und mit Nana Bauernfeind, Lea Bäurle, Christina Bergemann, Sebastian Horn, Gina Lauser, Rebecca Okechukwu, Lola Yolanda Zbornik

Liebe, Gewalt, Halbwais*in, Hexe, Penis, Goth, trans, katholisch, Zeugin Jehovas, Frau, nicht-binär, Daughter of Cain, Lust, Monster, Vulva, Liebe, Gewalt. LIKE A PRAYER sich ein- und ausschreiben in große Geschichte, perforieren, bespielen, verweben. Schlag, bis ich schreie und du mich endlichhörst. Wir suchen Schmerzlinien kultureller Prägung. Lost & found: Südwestdeutschland, Schutterwald, (m)ein Dorf, 1557. Anna Sütterlin, Name (m)einer Urgroßmutter. Ein im Keim ersticktes Bündnis. Ermordet als Hexen, weil sie Glut in die männliche Fratze schleuderten. Ob ihr Blut durch unsere Venen fließt, ist verloren, aber die Geschichte fließt. Wir schreiben uns ein- und aus, halten uns, ohne vereinnahmt zu werden, hingeben und emanzipieren uns. Welche Markierungen tragen wir auf dem Rücken? Wie können wir im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes existieren? Wann dominieren wir Narrative, wann dominieren sie uns? Können wir hier verflüssigt sein? Was prägt unser Herz? In ausrangiertem Heiligtum auf künstlerischer Spurensuche sein. Geschichte ist glitschig. Zwischen heiliger Messe, ekstatischem Sound und performativer Handlung. LET US PRAY Wer hat Angst vorm bösen Monster, wenn es spricht, wenn es schreit, wenn es singt?

 

ENG Love, violence, half-orphan, witch, penis, goth, trans, Catholic, Jehovah’s Witness, woman, non-binary, Daughter of Cain, desire, monster, vulva, love, violence. LIKE A PRAYER — inscribing and erasing ourselves into grand history, perforating it, playing it, weaving it through. Strike until I scream andyou hear me at last. We are searching for cultural topographies of pain. Lost & found: Southwest Germany, Schutterwald, a village, 1557. Anna Sütterlin, name of a great-grandmother. An alliance smothered at its formation. Women murdered as witches for hurling embers into the face of patriarchal violence. Whether their blood flows through our veins is lost, but history flows still. We write ourselves in and out, hold one another, surrender and emancipate. What markings do we carry on our backs? How can we exist in the name of the Father, and the Son, and the Holy Spirit? When do we dominate narratives and when do they dominate us? Can we become liquid here? What shapes our hearts? Tracing artistic sediments in a discarded sanctuary. History is slippery. Between holy mass, ecstatic sound, and performative action. LET US PRAY. Who is afraid of the big bad monster, when it speaks, when it screams, when it sings?

Recommend for 18 and older.

Content Note: The performance contains nudity and sexualised body imageryand makes use of religious symbolism. It works with harsh lighting and high volume levels.