Nachdem es pandemiebedingt gleich zwei Mal abgesagt werden musste, meldet sich das Queer Festival Heidelberg noch in diesem Jahr mit einer Herbst-Edition zurück.

Ab Sonntag, 14. November 2021, gibt es im Karlstorbahnhof und an anderen Orten Heidelbergs queere Kultur in allen Facetten zu entdecken: Ausstellungen, Konzerte, Performances, Ballroom- und Drag-Shows, Clubnächte, Filme und Talks warten auf das Publikum. Am Freitag, 19. November, laden die Stadt Heidelberg, das Kulturhaus Karlstorbahnhof und das Queer-Festival Heidelberg zu einem offiziellen Empfang. Zudem wird an diesem Abend die Festival-Ausstellung „Nobody Knows That You Are Gay“ der aus Chicago stammenden Fotokünstlerin Robyn Day eröffnet. Für den musikalischen Rahmen des Abends sorgt Singer-Songwriterin Henny Herz. Die erste queere Club-Nacht im Karlstorbahnhof seit Corona findet mit Berghain-DJ „Cormac“ direkt im Anschluss statt.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner gratuliert dem Festival-Team zum Neustart: „In kürzester Zeit hat das Queer-Festival Heidelberg ein facettenreiches Programm auf die Beine gestellt. Dabei ist es den Machern wichtig, nicht nur die lsbtiq+ Community anzusprechen, sondern alle einzuladen, sich mit queeren Sichtweisen auseinanderzusetzen. Das Queer-Festival bietet verschiedenste Möglichkeiten zum Austausch, aber auch zum gemeinsamen Feiern, und macht deutlich: Hier in Heidelberg werden Toleranz und Weltoffenheit gelebt.“

Stefanie Jansen, Bürgermeisterin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit, betont die Wichtigkeit des Festivals für die Stadt: „Mit zuletzt über 8.000 Besucher*innen im Jahr 2019 verwandelt das Festival mit seinem internationalen Programm unsere Stadt bereits seit 2009 alljährlich in einen Treffpunkt der queeren Community. Daher freue ich mich sehr, dass der
Heidelberger Gemeinderat entschieden hat, das Festival ab 2021 zu fördern und so als zentrales Projekt der Rainbow City Heidelberg zu sichern.“

Dass schon vor der offiziellen Ankündigung die ersten Veranstaltungen ausverkauft sind, ist für die Gründer Dominic Hauser und Martin J. V. Müller ein klares Zeichen: „Die Förderung des Gemeinderats trägt der stetig wachsenden Resonanz des Festivals Rechnung und bestätigt das Team in seiner Arbeit.“

Die Bandbreite des Programms reicht von einer Podiumsdiskussion zum Thema „Queeres Wohnen im Alter“ über eine Lesung der argentinischen trans*Autorin Camila Sosa Villada aus ihrem Roman „Im Park der prächtigen Schwestern“ bis hin zu Filmvorführungen „Trans – I Got Life“ und „Freiraum Film“ in Kooperation mit dem Dance Theatre Heidelberg, dem Tanzensemble des Theaters und Orchesters Heidelberg.

Am Samstag, 20. November, wird jährlich zum International Transgender Day of Remembrance auf trans*phobe Gewalt und Diskriminierung aufmerksam gemacht. Dies ist der Anlass für eine besondere Performance-Nacht mit Mitgliedern des legendären „House of Ninja“, seit den frühen 80er Jahren eines der wichtigsten „Houses“ der Voguing- und Ballroom-Szene New Yorks.

Programmpunkte in Kooperation mit den Trans*Aktionswochen Rhein-Neckar, die alljährlich den 20. November umrahmen, bilden einen thematischen Schwerpunkt im diesjährigen Programm. So folgt am Sonntag, 21. November, ein Anime-Workshop in Kooperation mit der Jugendgruppe Queer Youth und der PLUS Jugendgruppe sT*ernchen. Der Workshop richtet sich an queere Jugendliche bis 25 und wird angeleitet von der spanischen Anime-Künstlerin Azura Daze, die abends dann bei einem Mapping-Event am Dezernat 16 die dortige Außenfassade zum Leben erwecken wird. Die Programmpunkte wurden gemeinsam mit Mitgliedsgruppen des „Runden Tischs sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ und der Koordinationsstelle LSBTIQ+ des Amts für Chancengleichheit entwickelt.

Das gesamte Programm der diesjährigen Herbstausgabe des Festivals läuft bis Sonntag, 5. Dezember, und bietet neben freien auch ticketgebundene Veranstaltungen wie das bereits ausverkaufte Konzert von Edwin Rosen. Aufgrund der derzeitigen Situation ist bei einzelnen Veranstaltungen eine Anmeldung nötig.


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