Liebe Festivalbesucher*Innen, 

als Initiierende und Kuratierende des Queer Festivals Heidelberg freuen wir uns sehr darüber, dass es uns auch in diesem Jahr wieder gelungen ist, ein so umfangreiches Festivalprogramm auf die Beine zu stellen. Ein buntes Programm, mit dem wir seit mittlerweile neun Jahren darauf bedacht sind, unsere vielfältige Gesellschaft mit Hilfe von Kunst, Kultur und Diskurs abzubilden. Was 2009 an einem Wochenende mit zwei Konzerten, einer Partynacht und einer Lesung begann, hat sich bis heute zu einem Festival entwickelt, welches deutschlandweit nicht nur das erste seiner Art, sondern in dieser Größe wohl auch kein zweites Mal zu finden ist. 
Das dies in einer kleinen Großstadt wie Heidelberg überhaupt möglich ist, stimmt uns zuversichtlich auf dem Weg zu einer Kultur des Respekts. Selbstverständlich ist das nicht, und liegt zu großen Teilen an einem Veranstaltungshaus, welches von Anfang an die Idee eines Queer Festivals ermöglichte und uns kompromisslos unterstützte. Dieser Dank gilt dem Karlstorbahnhof. Und wir möchten auch den Besucher*Innen danken, die uns die letzten Jahre begleitet haben und weiterhin Mut machen, für Vielfalt zu kämpfen. Gleichzeitig laden wir neues Publikum dazu ein, offen zu sein, für die verschiedensten sexuellen und geschlechtlichen Identitäten, die sich in unseren Veranstaltungen auch in diesem Jahr präsentieren werden und die es für den ein oder die andere vielleicht ganz neu zu entdecken gibt.
Wir freuen uns unter anderem auf internationale Größen der queeren Musikszene, wie Hercules and Love Affair, Mykki Blanko oder Julien Baker. Auf Theater, Filme, Politik, Literatur und Kunst und ganz besonders auf eine Kooperation mit dem französischen Performance-Festival Explicit aus Montpellier, unserer Heidelberger Partnerstadt. Einer Hochburg der queeren Szene in Frankreich! 
Auch wenn Heidelberg diesen Status vielleicht noch nicht ganz erreicht hat, so ist es nicht von der Hand zu weisen, dass sich in unserer Stadt in den letzten Jahren viel getan hat und wir mit einem ganzen Monat Queer Festival dazu beitragen, die Sichtbarkeit der LSBTIQ* Community zu stärken und Vorurteile weiter abzubauen. Dass gelebte Kunst und Kultur dazu geeignete Mittel sein können, davon sind wir überzeugt.

Martin Müller und Dominic Hauser


 
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