Bildrechte: Wikimedia commons

Podiumsdiskussion: Diskrimierung in der Wissenschaft

Auftakt der Veranstaltungsreihe „Diskriminierung in der Wissenschaft“

Mo 27.04.26 / 19:30

Einlass 19:00

Karlstorbahnhof, Zentrale (Südstadt)

Eintritt frei

Unterstützt durch das Programm Diversity Drivers von UNIFY – Unit for Family, Diversity und
Equality sowie durch das Anglistische Seminar der Universität Heidelberg.

Woran erkennt man Diskriminierung im Wissenschaftssystem? Wie hat sie sich über die Zeit
verändert? Auf dem Podium sitzen fünf Frauen unterschiedlicher Generationen, die von ihren
Erfahrungen von Diskriminierung in der Wissenschaft erzählen und aus intersektionaler
Perspektive gemeinsam darüber diskutieren, was sich in den letzten dreißig Jahren getan hat
und was sich in Zukunft noch ändern muss für mehr Chancengerechtigkeit im
Hochschulsystem.

Podium:
Ismahan Wayah ist Kuratorin, Literaturwissenschaftlerin und kultur- und bildungspolitische
Referentin. Sie beschäftigt sich mit Wissenschaft, Literatur und Geschichte, wobei es immer
wieder um die Frage gesellschaftlicher und kultureller Teilhabe für alle geht. Sie war mehrere
Jahre als Kuratorin zu Diversität und Migration am Historischen Museum Frankfurt tätig (360°-
Programms der Kulturstiftung des Bundes). Zuletzt war sie am Dokumentationszentrum und
Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD) an der inhaltlichen Konzeption des
„Museum Selma“ beteiligt.

Christiane Schwieren ist seit 2009 Professorin für Organisationsverhalten und seit 2019
zentrale Gleichstellungsbeauftragte an der Universität Heidelberg. Neben der
wissenschaftlichen Tätigkeit mit Schwerpunktthemen rund um Geschlechtsunterschiede in
ökonomischem Verhalten, Stress und psychischer Gesundheit sowie Kooperationsverhalten hat
sie sich auch zur Konfliktmediatorin weitergebildet.

Theresa Heyd ist seit 2024 Professorin für Englische Sprachwissenschaft an der Universität
Heidelberg und forscht zu Sprachgebrauch an der Schnittstelle zwischen Geschlecht und
digitaler Praxis. Von 2018 bis 2024 war sie Professorin an der Universität Greifswald und hatte
dort Positionen als Studiendekanin, Dekanin und stellvertretende Sprecherin des
Interdisziplinären Zentrums für Geschlechterforschung inne.

Aleida Assmann lehrte von 1993 – 2014 Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der
Universität Konstanz, und war u.a. an der Yale University, Rice University, Princeton University
und Universität Wien tätig. Zusammen mit ihrem Mann Jan Assmann erhielt sie 2017 den
Balzan Preis für ihre Forschungen zum Kulturellen Gedächtnis und 2018 den Friedenspreis des
Deutschen Buchhandels. Zuletzt erschien ihr Buch Gemeinsinn, der sechste, soziale Sinn
(2024, zus. mit Jan Assmann).

Leyla Jagiella (Moderation) ist Kulturanthropologin und Religionswissenschaftlerin. Sie ist Fachreferentin für
Geschlecht, Sexualität und religiöse Vielfalt sowie freischaffende Autorin und lehrte an den
Universitäten Marburg, Bayreuth, Tübingen und Heidelberg. Bis 2024 war sie Kuratorin der
Jüdisch-Muslimischen Kulturtage Heidelberg. Seit 2025 ist sie Mediatorin im Projekt „Neue
Auftraggeber – Kunst im Bürger*innenauftrag“. 2021 erschien ihr Buch Among the Eunuchs. A
Muslim Transgender Journey.